Der US-Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist am Dienstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle würdigten Jackson als Wegbereiter ihrer politischen Karrieren und drückten tiefe Trauer aus.
Jackson starb zu Hause in Chicago, umgeben von seinen Angehörigen. Seine Tochter Santita bestätigte den Tod. Obama bezeichnete ihn als «wahren Giganten» der Bürgerrechtsbewegung.
Vermächtnis der Bürgerrechtsbewegung
Jackson führte die US-Bürgerrechtsbewegung über Jahrzehnte nach der Ermordung Martin Luther Kings 1968. Er setzte sich im In- und Ausland für Arme und Minderheiten ein und kämpfte für deren Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildung, Gesundheitsversorgung und Wahlrecht. Durch Boykotte, Sit-ins und Wählerregistrierung inspirierte er unzählige Menschen.
Seine beiden Präsidentschaftskandidaturen erzielten bessere Ergebnisse als die jedes schwarzen Politikers vor Barack Obama. Jackson sagte der Nachrichtenagentur AP: «Ich konnte zweimal für das Präsidentenamt kandidieren und neu definieren, was möglich ist; es öffnete Türen für Frauen und andere People of Color.» Er betrachtete seine Aufgabe darin, «Samen der Möglichkeiten zu säen».
Obama: «Wir standen auf seinen Schultern»
Barack Obama schrieb: «Michelle und ich werden Jesse immer für seinen lebenslangen Einsatz und die Freundschaft unserer Familien dankbar sein. Wir standen auf seinen Schultern.» Michelle Obama habe als Jugendliche erstmals Einblick in politische Organisation am Küchentisch der Jacksons erhalten.
Obama betonte: «Und in seinen beiden historischen Präsidentschaftskandidaturen legte er den Grundstein für meine eigene Kampagne für das höchste Amt des Landes.» Als Obama 2008 zum ersten schwarzen US-Präsidenten gewählt wurde, sah man Jackson weinend im Grant Park in Chicago. Jackson sagte Jahre später der AP, er wünschte, Martin Luther King oder der ermordete Bürgerrechtler Medgar Evers hätten «nur 30 Sekunden dabei sein können, um die Früchte ihrer Arbeit zu sehen».
Kampagne für «African American»
Jackson spielte eine zentrale Rolle bei der Popularisierung des Begriffs «African American» Ende der 1980er-Jahre. Gemeinsam mit NAACP-Mitgliedern forderte er, die Begriffe «colored» und «blacks» durch «African American» zu ersetzen. Jackson argumentierte: «To be called African Americans has cultural integrity — it puts us in our proper historical context.» Jede ethnische Gruppe im Land habe einen Bezug zu einer historischen und kulturellen Basis.
Bei einem Treffen mit 75 schwarzen Gruppen im Dezember 1988 berichteten Organisatoren von «überwältigender Zustimmung» für die Namensänderung. Der Soziologe Walter Allen bezeichnete die Einführung des Begriffs in einem Artikel der New York Times im Januar 1989 als «bedeutenden psychologischen und kulturellen Wendepunkt». Schulbezirke in Chicago und Atlanta übernahmen den Begriff rasch in ihre Lehrpläne.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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